Das wahre Ausmass der Liquiditätskrise in 2008

Bloomberg LP enthüllte letzte Woche, dass die amerikanische Notenbank den Banken über das Discount-Window bis März 2009 insgesamt USD 7’700 Milliarden an Garantien und Krediten gab. Diese unglaublich hohe Summe entspricht 50% des Bruttoinlandprodukts der USA. Für diese Liquidität mussten die Banken 0.01% Zinsen zahlen und konnten frei über das Geld verfügen, um es beispielsweise gewinnbringend in US-Staatsanleihen zu investieren.

Jon Stewart der Daily Show berichtete darüber. Erstaunlicherweise hat diese massive Subventionierung der Mega-Banken aber praktisch keinerlei Rauschen im Blätterwald der internationalen Finanzpresse ausgelöst. Zur Überwindung der Liquiditätskrise war dieses Vorgehen des FED bestimmt entscheidender als das damals stark umstrittene TARP-Programm über “nur” USD 700 Milliarden.

Wenn die Notenbanken bereit waren, in diesem Ausmass zu helfen, und dies ohne Auflagen für die daran teilnehmenden Banken, weshalb sollen diese Institute dann in Zukunft ihre Anlageentscheide unabhänig, verantwortungsbewusst und nachhaltig treffen?

Nachtrag: Dr. Hamilton stoppt den Weltuntergangsgesang. Er erläutert in seinem Blog einleuchtend wie Bloomberg LP die Daten in finanzwissenschaftlich unzulässiger Weise zu einer fetten 7’700 Milliarden-Schlagzeile hochfrisierte. An der Schlussfolgerung ändert auch die korrekte Addition der Liquiditätshilfen nichts.

Fallstricke der Industriepolitik

The Daily Show With Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c
That Custom-Tailored Obama Scandal You Ordered Is Finally Here
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America’s dystopian future

Jon Stewart übertrifft sich wieder einmal selber:

Trauriges Japan

Quelle: John Sherffius

Obama = Keynesian?

Selten so herzhaft gelacht.

Most Americans are not stupid and don’t buy this!

Hayek vs. Keynes

“Fear the Boom and Bust” a Hayek vs. Keynes Rap Anthem

Wirtschaftsgeschichte wochenendtauglich aufbereitet:

Basiert die Performance aktiver Fondsmanager nur auf Zufall?

Der Blog der CXO Advisory Group LLC bespricht die wissenschaftliche Studie von Andrew Maboussin und Samuel Arbesman mit dem Titel Differentiating Skill and Luck in Financial Markets with Streaks.

Die Studie analysierte 5593 aktiv verwaltete US-Anlagefonds für grosskapitalisierte Unternehmen von 1962 bis 2008. Sie untersucht Perioden, während welchen der Vergleichsindex S&P 500 jedes Jahr und ohne Unterbruch geschlagen werden konnte. Sie kommt zum Schluss, das die Fähigkeiten der Fondsmanager für die Performance relevant sind. Die grosse Zahl von Anlagefonds, welche über längere Zeit den Index schlagen konnten, könne nicht nur Zufall sein.

Der Befund ist ein willkommenes Verkaufsargument für aktive Vermögensverwalter. Die Studie macht jedoch keine Aussage zum Ausmass, wie stark der Index auf lange Sicht geschlagen werden konnte. Wie jeder Anleger spätestens seit der Kreditkrise weiss, kann ein einziges miserables Jahr die ganze langfristige Rendite zerstören, selbst wenn ansonsten die Benchmark regelmässig leicht übertroffen werden kann. Ein Verlust von 20% bedarf bekanntlich einer Erholung um 25%, bis die Verluste wieder aufgeholt sind. Ein Verlust von 50% bedarf aber einer anschliessenden Performance von 100% zur Erreichung desselben Resultats. Und ein Totalverlust kann nie mehr aufgeholt werden.

Die wichtigste Nebensache der Welt

Wissenschaftlich bewiesen! Während der Fussball-Weltmeisterschaft verpasst man nichts an den Börsen.

Aus dem Abstract von: Exploitable Predictable Irrationality: The FIFA World Cup Effect on the U.S. Stock Market:

We find that the average return on the U.S. market over the World Cup’s effect period is -2.58%, compared to 1.21% for all-days average returns over the same period length.

Und wie lautet die lohnenswerteste Strategie, um von dieser vorhersagbaren Irrationalität in der Praxis zu profitieren?

Schliesst heute die Bücher und geniesst den schönsten Monat in der Gartenbeiz! Selbst das zwinglianische Zürich bekennt sich ja mittlerweile zum Ausnahmezustand.

Liegt Europa in Springfield?

Kein Wunder hat der Euro den Blues!

Quelle: http://bit.ly/1OlnN

Ist Outsourcing nach China out?

Von schweizerischen Unternehmern hörte ich in letzter Zeit verschiedentlich, dass ihre Fabrikauslastung auch von einer Rückführung des Outsourcings profitiere. In dieses Bild passt auch der kürzliche Kommentar von Joerg Wuttke, Präsident der European Union Chamber of Commerce in China, in der Financial Times vom 7. April 2010  “China is beginning to frustrate foreign companies”:

Whether it recognises it or not, China has an image problem both among foreign businesses in the country and with political leaders in Europe and the US. It can change this perception, but not by persisting with ill-conceived and obstructionist policies – or by alienating natural allies.

Als witzige Annektode hat dies der immer topaktuelle Jon Stewart aufbereitet:

The Daily Show With Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c
Wham-O Moves to America
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